Finde den Fehler: die dreistesten Fakes des Jahres

Leitner Andi

Ein deutscher Verein kürt jährlich die schamlosesten Produktfälschungen des Jahres. 2021 waren wieder ein paar besonders gute Stücke aus Landwirtschaft und Technik mit dabei.

Am 16. April wurden zum 45. Mal die schamlosesten Produktfälschungen des Jahres mit dem Negativ-Preis Plagiarius ausgezeichnet. Dahinter steckt der deutsche Verein „Aktion Plagiarius e.V.“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, auf die massiven Schäden aufmerksam zu machen, die jedes Jahr durch Plagiate entstehen. Laut OECD geht’s da immerhin um Summen von bis 460 Milliarden Euro. Betroffen sind aber nicht nur Gucci oder Prada, sondern auch zahlreiche Marken, die vielleicht sogar in deiner Werkstatt herumliegen.

Die haben keinen Stihl

Wie 61 Prozent aller weltweiten Plagiate kommt auch dieser Fake einer STIHL MS 250 aus China. Kurios an diesem Produkt: Nicht mal der Name stimmt. Außerdem erfühlt die „STHIL“ auch kaum die gängigen Vorschriften in Sachen Anwendersicherheit. Das reicht für Platz 1 beim Plagiarius 2021.

Einfach ausgebremst

Auch dieses gute Stück, das dem Manotec ERS 5 nachempfunden wurde, stammt aus China. Wer damit tatsächlich seine Bremsen entlüften möchte, sollte aber besser auf die Bremse steigen: Das Ding unterscheidet sich nicht nur im Blauton vom Original, sondern auch durch ein undichtes Gehäuse und einen Druckregler, der für den Umgang mit Bremsflüssigkeit ziemlich ungeeignet ist. Damit sichert sich diese Fälschung Platz 2.

Markenkleidung?

Fake-Klamotten kennt man vom Kirtagsstandl, dass aber neben Diesel, Gucci und Co jetzt auch Engelbert Strauss gefaked wird, dass überrascht dann doch ein bisschen. Ob sich der Händler, der für das Plagiat verantwortlich ist, jetzt warm anziehen muss, bleibt abzuwarten. Fix ist aber: im Original bleibt man eher cool.

PS: Dem Verein ist diese Jacke zwar keinen Podestplatz wert, aber immerhin eine Auszeichnung.

Die könnte man auch einlochen

Ebenfalls eine Auszeichnung erhalten hat dieses scharfe Teil: Wenn man etwas nachbohrt, wird der Stufenbohrer-Nachbau aber gleich noch dreister. Das Plagiat ist dem Original von RUKA nicht nur 1:1 bis ins letzte Detail nachempfunden, er stammt noch dazu auch noch aus dem gleichen Land: Deutschland. Unsere deutschen Nachbarn liegen übrigens im Plagiats-Herkunftsländer-Ranking gleich hinter China auf Platz zwei mit 19 Prozent.