Mit der Kirchi im Dorf: Warum Michi Kirchgasser jetzt Hotels erkundet

Schwoaga Andi
Michaela Kirchgasser für das Format "Kirchi im Dorf"

Michaela Kirchgasser besucht im Format "Kirchi im Dorf" erfolgreiche Hotels in Österreich und fragt nach ihren Erfolgsgeheimnissen. Den Anfang machen Hotels in der Region Saalfelden Leogang. "Kirchi im Dorf" kostenlos auf hektar.tv streamen.

Dass sie in den technischen Disziplinen versiert ist, hat sie nicht nur auf der Piste, sondern auch im Ball Room bei Dancing Stars bewiesen. Für hektar wagt sich die Ex-Skirennläuferin Michaela Kirchgasser nun in ein völlig neues Feld.

Im neuen Format „Kirchi im Dorf“, das ab Herbst auf hektar zu sehen sein wird (auf hektar.tv, um genau zu sein, aber dazu ein andermal mehr), geht Michaela Kirchgasser den Geheimnissen der österreichischen Leitbetriebe im Tourismus-Sektor auf die Spur. Nach 17 Jahren Ski-Weltcup, 3 Weltmeistertiteln und einem kurzen Tanzkurs beim ORF, der sie zum Dancing Star machte, folgt also nun eine neue Herausforderung für die 36-jährige Filzmooserin. Wobei, so neu ist das alles für sie natürlich nicht, denn in den letzten 20 Jahren hat sie wahrscheinlich mehr Nächte in Hotels verbracht als dein gesamtes Dorf in einem ganzen Leben. Wenn sich also jemand damit auskennt, dann sie.

Der Trailer zur neuen Sendung "Kirchi im Dorf". Die erste Staffel gibt's ab Herbst auf hektar.tv

hektar: Servus Michi. Du hast dein Wissen über Hotels nicht aus der Hotelfachschule, sondern aus jahrelanger Erfahrung. Wie viele Nächte hast du pro Jahr auswärts geschlafen?
Michi: Poah. Ich glaub, es wäre leichter zu sagen, wie oft ich daheim war. Es waren sicher über 150.

Du warst also fast das halbe Jahr nur auf Achse?
Seit ich 16 Jahre alt bin, bin ich beruflich quasi eine Extrem-Touristin. Von Oktober bis März waren die Rennen, davor kamen immer die Trainings. Wirklich daheim war ich also nur im April, Mai und Juni, ansonsten bin ich von Hotel zu Hotel gezogen und hab in sehr vielen Orten in sehr vielen Ländern übernachtet. Aber ich hab dabei auch viele Kulturen kennenlernen dürfen.

Was war dein schlimmstes Hotelerlebnis in dieser Zeit?
Das war in Italien, am Passo Tonale 2003. Gut, das Hotel war älter, das war aber nicht das Problem. Aber: Die Federn sind aus der Matratze gestanden, auf der Wolldecke und überall drunter waren Haare, die sicher keine Wollhaare waren und der Duschvorhang hat bis 15 Zentimeter über den Boden geschimmelt. Ich bin sicher nicht zart besaitet, aber da bin ich wirklich mit Turnschuhen in die Dusche gegangen. 

Michaela Kirchgasser & Renate Oberlader im Interview für "Kirchi im Dorf"

Michi Kirchgasser hat Renate Oberlader im Priesteregg Premium Eco Resort in Saalfelden Leogang besucht und für das Format "Kirchi im Dorf" nach den Erfolgsgeheimnissen gefragt.

Aber im Bett hast du geschlafen?
Mit Jogginganzug und Socken und Leiberl in die Hose reingesteckt. Wir haben auch keine andere Möglichkeit gehabt, das war eben unser Quartier. Aber es war trotzdem richtig grausig.
Es muss nicht immer das beste Hotel sein, aber Sauberkeit ist mir wirklich wichtig.
Aber natürlich freue ich mich auch, wenn ich wo reinkomme und es passt das ganze Setting vom Empfang bis zur Bar und man erkennt ein Konzept, eine rote Linie. Das setzt sich in den letzten Jahren bei uns auch schon immer mehr durch.

Welche Trends hast du sonst noch so beobachtet?
Ich bin nicht sicher ob das Trends sind, oder ob es mir nur jetzt erst auffällt. Früher war mir das Hotel immer wurscht solange es sauber war, ich hab ja nie Zeit gehabt, in einen Wellness-Bereich oder so zu gehen. Jetzt sind das aber Sachen nach denen ich mir ein Hotel aussuche.

Bei den Dreharbeiten ist uns aufgefallen, dass du schon eine gastliche Ader hast und ziemlich geübt mit einem Tablett voller Gläser umgehst. Wäre die Gastronomie eine Option für dich gewesen, wenn das mit dem Skifahren nix geworden wäre?
Ja schon! Ich hab schon in Hauptschulzeiten in den Sommerferien bei meinem Onkel im Hotel gearbeitet. Dort hab ich das Kellnern gelernt, das Tischdecken, Servietten falten, von rechts einstellen und so weiter. Und das hat mir echt Spaß gemacht, vor allem auch die Interaktion mit den Gästen. Und da sich mein Mann mit der Materie und vor allem mit Wein gut auskennt, haben wir in den letzten Jahren schon mit dem Gedanken gespielt, ob wir uns irgendwie in die Gastronomie bewegen sollten. Irgendwas in Richtung Wein-Bistro mit kleiner Küche.

Nachdem du jetzt hier bei uns vor der Kamera stehst, nehme ich an, ihr habt den Plan wieder verworfen. Warum denn?
Stimmt, wir haben uns am Ende dann dagegen entscheiden, weil unsere Gegend dafür nicht gerade ideal ist. Bei uns ist der gesamte Tourismus auf Halbpension ausgerichtet und der Halbpensionsgast geht am Abend nicht noch mal raus. Aus Filzmoos wollten wir aber auch nicht weg. Außerdem möchten wir natürlich auch mal eine Familie gründen und beides zugleich, das funktioniert nicht, ohne dass du jemanden einstellst.
Wenn die Zeit passt, kann es aber immer noch passieren, dass wir was im Gastrobereich machen. Ich bin ja keine Gschamige und find’s immer ganz nett und spannend, wieder mit Leuten in Kontakt zu kommen.

Abschlussfrage: Abgesehen davon, dass du jetzt als Host die coolste Hotelserie Österreichs schupfst und vielleicht irgendwann ein Wein-Bistro aufmachst, was hast du sonst noch vor?
Das darf ich noch nicht sagen! 

Ein kleiner Spoiler vielleicht?
Familie gründen ist auf jeden Fall ein Thema, da ist’s natürlich nicht gerade hilfreich, wenn man immer wieder unterwegs ist, um Hotels zu erkunden. Aber ich möchte mich auch in Richtung Moderation weiterentwickeln und hab da mal meinen Namen in den Ring geworfen – momentan schaut’s da ganz gut aus. Sobald ich mehr weiß, gibt’s den nächsten Spoiler, versprochen.