Heimatfilm und Chill

Luger Sabrina

Netflix und Amazon Prime sind zwar mittlerweile unsere treuen Begleiter, aber irgendwie schauen wir trotzdem immer dasselbe. Wie wäre es zur Abwechslung mal richtig alte Kult-Schinken auszugraben oder sich Produktionen made in Austria anzuschauen? Wir haben uns hingesetzt und das Streaming-Angebot mit österreichischen Produktionen genauer unter die Lupe genommen. Wirf schon mal den Kukuruz in die Pfanne, stell das Bier kalt und mach’s dir auf der Couch gemütlich, denn hier kommen drei Netflix-Alternativen, die du dir unbedingt anschauen solltest!

Flimmit

Auf Flimmit gibt‘s wirklich alles was das österreichische Fernseh-Herz begehrt. Von den Starmania-Finalshows über Serien wie Braunschlag und den Vorstadtweibern bis hin zu Klassikern à la Muttertag ist alles dabei. Sogar 21 Staffeln Liebesg’schichten und Heiratssachen! Ich wiederhole: 21 STAFFELN LIEBESG’SCHICHTEN UND HEIRATSSACHEN!

Also, wozu noch das Gspusi auf Netflix und Chill einladen, wenn du Flimmit und Chill haben kannst? Vor allem, da hier ein Abo schon um vier Euro pro Monat zu haben ist. Die Plattform gibt es bereits seit 2007 und beherbergt neben österreichischen Produktionen auch europäische Serien und Filme. Unsere Empfehlungen für einen gelungenen Abend mit Flimmit: „Bad Fucking“, „Indien“ und natürlich „Liebesg’schichten und Heiratssachen“.

Kino Vod Club

Die Pandemie hat unsere Kinos besonders stark getroffen. Du kannst dein Lieblingskino aber jetzt finanziell unterstützen. Wenn du dir bei Kino Vod Club einen Film ausleihst, geht ein Drittel des Betrages automatisch an ein Kino deiner Wahl, ein weiteres Drittel direkt an die Filmschaffenden. Ausleihen bedeutet, dass du dir den Film innerhalb von 60 Tagen und ab dem ersten Filmstart innerhalb von 48 Stunden anschauen kannst.

Das Repertoire umfasst auch Filme, die du sogar gratis anschauen kannst. Ansonsten belaufen sich die Kosten für einen Film auf rund fünf Euro, sind also immer noch günstiger als ein Kinoticket. Du zahlst kein monatliches Abo, sondern nur wenn du dir tatsächlich einen Film anschaust. Die Auswahl ist dabei ziemlich groß und lädt zum Stöbern ein. Auf unserer Watch List: „Learning to Skateboard in a Warzone (If You’re a Girl)”, „Am Limit” und „Äpfel und Birnen”.

Globe Wien Player

Die Pandemie hat auch den Theaterbetrieb fest im Griff. Damit wir trotzdem noch ab und zu was zu lachen haben, haben Michael Niavarani und die Künstler-Agentur Hoanzl ihr neugegründetes Kabaretthaus Globe Wien kurzfristig ins Internet verlegt.

Mit dem Globe Wien Player kommen wirklich alle Kabarett-Freunde auf ihre Kosten. Zwischen Gastspielen von Stermann & Grissemann gibt es auch Aufzeichnungen von Produktionen aus dem Kabarett Simpl, dem Theater in der Josefstadt und dem Burgtheater. Damit sich das ganze Ding über Wasser hält, wird um freiwillige Spenden gebeten, kosten tut der ganze Spaß nämlich nix. Unsere Empfehlungen für einen gelungenen Abend: „Romeo und Julia“, „Stermann“ und „Zu blöd um alt zu sein“.