Er hat den Schnee zum Fräsen gern: Hans Gumpitsch

Schwoaga Andi
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Wenn sich die Straßen des Tiroler Landes unter einer dicken Schneedecke verkriechen, packt er sie wieder aus: Hans Gumpitsch ist Osttirols bekanntester STEYR Fahrer und räumt die weiße Gefahr liebend gern von der Fahrbahn. Aber das ist längst nicht alles.

Hans Gumpitsch aus Dölsach in Osttirol ist Bauer mit Herz und Unternehmer mit Verstand. Mit acht Jahren hat er sehr erfolgreich sein erstes Geld mit der Hasenzucht verdient, mit 16 weniger erfolgreich die ersten Versuche im kommunalen Winterdienst gemacht. Kurzum: Ein Kanaldeckel war stärker als das Schneeschild und dann gab es auch noch rechtliche Bedenken. Aufgehalten hat ihn das aber nur sehr kurz. Was 1987 mit einem Mann und seinem STEYR 8070 (mit Allrad und vollhydraulischem Frontlader, wie der „Gumpi“ stolz betont) begann, ist heute eine GmbH mit 17 fixen Mitarbeitern, 14 Traktoren und einem Dieselverbrauch von fast 350.000 Litern im Jahr. Jeden Winter ist das Gumpi-Team (so nennen sich Hans Gumpitsch und seine Mitarbeiter) für die Schneeräumung von fünf kompletten Gemeinden, zahlreichen Park- und Betriebsflächen mit rund 45 Hektar sowie 120 Straßenkilometern zuständig – vom Waldweg bis zur Durchzugsstraße.

Das Gumpi-Team im Einsatz.

CVTotal

Gemeistert werden diese Herausforderungen allesamt mit stufenlosen STEYR Traktoren – zum Schalten und Walten muss Gumpitsch heute also ins Büro. „1993 hab ich den ersten Traktor gekauft, ein STEYR 9094. Danach kamen noch einige weitere STEYR mit Schaltung, bevor wir 1999 einen der ersten CVT Traktoren bekommen haben“, erzählt er, „wir hatten damals aber noch drei Schalter im Betrieb, mit denen wollte dann nur niemand mehr fahren!“

Schwoaga Andi
7.9.2020
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Dieser Mann hat mächtig STEYR: Ein Blick in Europas größte Sammlung von Oldtimer-Traktoren.

in Technik, Landwirtschaft

CVT zu fahren ist aber nicht nur komfortabler, sondern auch einfacher. „Bei uns hat jeder Mitarbeiter seinen eigenen Traktor, mit dem er unterwegs ist. Wenn man aber doch einmal tauschen muss, ist das auch kein Problem, weil die Bedienung von allen CVT Traktoren absolut gleich ist. Egal, ob ich im kleinen 4120er sitze oder im 6300 Terrus CVT.“

Worauf sich der Gumpi verlassen kann

STEYR Traktoren wirbt mit dem Claim „Worauf du dich verlassen kannst“. Das Gumpi-Team stellt diese Ansage immer wieder auf die Probe. Sie sind das, was Marketingabteilungen gerne „Heavy User“ nennen – der jüngste Traktor im Unternehmen, ein STEYR 6300 Terrus CVT, hat nach nur einem Jahr schon über 3.100 Stunden auf dem Zähler.

„Wir nutzen die Maschinen natürlich sehr exzessiv und wenn uns was auffällt, dann geben wir das direkt an unseren Händler und die Marke weiter. Viele haben ja nur den einen Traktor und können nicht abschätzen, ob es ein Einzelfall ist, wenn sie mal Schwierigkeiten haben“, erzählt Gumpitsch, „wenn wir hingegen bei allen Traktoren einer Serie das gleiche Problem entdecken, dann wissen wir, dass da nachgebessert gehört. In STEYR haben wir zum Glück einen Partner mit einer hohen Problemlösekompetenz gefunden – wir haben auch immer wieder Besuch von STEYR Technikern, die unser Know-how anzapfen.“ Produktentwickler ist er also auch noch, der Gumpi.

Wenn gerade kein Schnee liegt, und das betrifft auch in Tirol die meiste Zeit des Jahres, verdingt sich das Gumpi-Team hauptsächlich mit landwirtschaftlichen Dienstleistungen bei rund 250 Agrarkunden sowie schweren Transportarbeiten dort, wo Lkws keine Chance mehr haben. Nebenbei betreuen sie das Tiroler Radwegenetz, kompostierten den Abfall mehrerer Kommunen und Gumpi führt auch noch den elterlichen Stadtlerhof mit rund 170 Rindern (bei der Übernahme waren es etwa 10 Stück) – auch wenn er zugibt, dass dort längst seine Familie die Arbeit macht. Seit seine Schwiegertochter ihm aber die administrativen Büroarbeiten im Lohnunternehmen abnimmt, ist er auch selbst wieder mehr am Traktor unterwegs.

„Die Schneefräse ist mein Steckenpferd“, erzählt Gumpi, „aber ich bin generell gern unterwegs. Beim Maispressen komm ich da schon fast bis Venedig runter!“ Die bisher längste Fahrt hat ihn aber ins polnische Krakau geführt: 1200 Kilometer bei einer Maximalgeschwindigkeit von 47 km/h. Oder in anderen Zahlen ausgedrückt 27 Stunden auf dem Bock – in eine Richtung.

Ob er so was auch mit einem grünen Traktor machen würde? „Ich hab nur zwei grüne Traktoren, einen 180er und einen 13er. Mit denen fahr ich aber nur zur Oldtimer-Rallye aus.“