Es geht ab auf der Piste: Das sind die Helden der Nacht

Luger Sabrina

Manche Superheldinnen und Superhelden tragen einen Umhang, andere fahren Pistenraupe und brettern mit 500 PS starken Maschinen über die Piste, um uns den Winter ein bisschen besser zu machen. Der Community-Account Helden der Nacht gibt ihnen auf Facebook und Instagram die Plattform, die sie verdienen.

Egal ob Österreich, Frankreich, Schweiz, Neuseeland, Japan. Überall wo es Pisten und Schnee gibt, gibt’s auch leidenschaftliche Pistenraupenfahrer*innen. Diese Community zusammenzubringen, zu vernetzen, zu stärken – das war und ist bis heute das Ziel von Helden der Nacht. Gegründet im Jahr 2013 von Domi Past, heute geführt von Michael Rudolf, zeigt die Plattform Fotos von Pistenraupen auf der ganzen Welt, fotografiert von der Community für die Community.

Absolute Tüftler und Macher

Es ist ein Ungetüm an Gerät, das mit Leichtigkeit und Präzision gelenkt werden muss. Dieses Zusammenspiel macht das Pistenraupenfahren besonders spannend. Michi erklärt: „Die Fahrer*innen machen das aus einer großen Leidenschaft heraus. Wenn es ab Mitte Februar länger hell ist und man abends Sonnenuntergänge und die Aussicht so richtig genießen kann, ist es wunderschön. Wenn richtig scheiß Wetter ist und man vorne und hinten nichts sieht, dann ist es eine Challenge. Es ist wirklich Feinstarbeit.“

Bei Neuschnee gibt es auf den Helden der Nacht-Accounts dann auch schon einmal bis zu acht Posts an einem Tag: „Wenn es auf der Piste abgeht, dann geht’s bei uns auch so richtig ab. Die Leute interessiert es einfach, wie die Schneeverhältnisse wo anders sind. Deshalb ist Helden der Nacht so ein cooles Gemeinschaftsprojekt, wo alle mitmachen“, so Michi. Wie gut eine Piste gelingt, das ist vor allem von den Temperaturen und den Schneeverhältnissen abhängig. 

Tourenskigeher – die Gefahr

Ein großes Problem, das aktuell in der Community heiß diskutiert wird, sind Tourengeherinnen und -geher, die nachts trotz Pistensperre auf den Bergen unterwegs sind. „Da gibt es zwei Probleme: Sie machen die Piste kaputt, weil eine frisch präparierte Piste sehr weich ist und erst ein paar Stunden aushärten muss, um befahrbar zu sein. Und außerdem begeben sie sich in Lebensgefahr, wenn Pistenraupenfahrer am Seil hängen. Wenn das Seil zurückschnappt, kann dich das halbieren“, erklärt Michi noch einmal ausdrücklich.

„Domi hat damals den Zahn der Zeit getroffen, als er Helden der Nacht gegründet hat. Er war sogar schneller dran eine Community aufzubauen als die Hersteller“, erzählt Michi. Das hat sich bezahlt gemacht. Heute zählt der Facebook-Account satte 66.000 Fans, auf Instagram sind es 53.000. Das Konzept ist seither dasselbe: Pistenraupenfahrer*innen schicken Fotos, Michael sucht sich die besten davon raus und teilt diese. Ein Offline-Event ist aktuell in Planung, Merch gibt’s auch jetzt schon zu kaufen.

Unsere Helden-Highlights haben wir für euch auch gleich zusammengesammelt. Viel Spaß!

Bilder: ©heldendernacht / Michael Rudolf