Auch Kühe können auf’s Heisl gehen

Luger Sabrina

Ach du Scheiße: Ein deutsch-neuseeländisches Forschungsteam hat herausgefunden, dass auch Kühe das Topferlgehen lernen können. Und dass das auch besser für das Klima wäre.

Wieder mal hat uns ein kuhrioses Forschungsergebnis erreicht: Eine aktuelle Studie, die im Fachmagazin „Current Biology“ veröffentlicht wurde zeigt, dass Kühe auch stubenrein werden können. Dazu hat ein Forschungsteam ganzen 16 Kälbern das Klogehen beigebracht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben außerdem herausgefunden, dass die Tiere die Auffassungsgabe von einem Kleinkind haben.

Und wie bringt man Kühen jetzt das Klogehen bei?

Das Training funktioniert ähnlich wie bei Hunden, nämlich mittels Belohnung durch Leckerlis. Schon nach kurzer Zeit stellten sich erste Erfolge ein und die Kühe ließen nicht mehr einfach nur laufen, sondern liefen dazu in einen eigens dafür vorgesehenen Latrinenstall.

Der Kuhfladen auf der Wiese - bald ein Relikt der Vergangenheit?

Aufs Heisl für’s Klima

Diese Technik soll vor allem bei extensiver Weidehaltung vorteilhaft für die Umwelt und das Klima sein. Das trifft auch Neuseeland, wo rund die Hälfte der Treibhausgasemissionen von der Landwirtschaft verursacht wird. Das Problem ist natürlich nicht der Kot, denn der düngt bekanntlich gut, sondern vor allem das Methan und Lachgas, das zeitgleich mit dem Fladen die Kuh verlässt. Der Vorschlag des Forschungsteams: Die Kühe abrichten, damit sie ihr Geschäft in einem eigenen Heisl verrichten. Denn dort kann man die Ausscheidungen und etwaige klimaschädliche Nebenprodukte einfach verarbeiten.

Aber ob sich das durchsetzen wird?